CORONAVIRUS / COVID-19


Liebe Parallelwelttouristen,

COVID-19 ist allgegenwärtig und prägt den Alltag. Wir nehmen die Gefahr, die von diesem Virus für die öffentliche Gesundheit ausgeht, sehr ernst. Gleichzeitig müssen wir feststellen: Die jüngst getroffenen Maßnahmen in Berlin zur Eindämmung von COVID-19 führen die gesamte Veranstaltungsbranche in eine ernste Krise.

Unser Betrieb ist ebenfalls hart getroffen. Seit dem Wochenende sind unsere vier Bars geschlossen. 41 MitarbeiterInnen sind vorübergehend ohne Arbeit, 41 Existenzen in Gefahr. Wir haben schlichtweg keine Einnahmen mehr. Gleichzeitig bleiben unsere laufenden Kosten, zum Beispiel für Mieten, GEMA, Energieversorgung, Rentenversicherungen und und und, bestehen.

Die Einnahmen der Bars fehlen zudem, um die Vorfinanzierung der Nation of Gondwana bis zum Beginn des Ticketverkaufs zu sichern. Die Nation ist – wie so viele Bars, Clubs, Konzertvenues oder Festivals – in akuter Gefahr und wir brauchen Eure Solidarität.

Wie geht es mit der Nation of Gondwana weiter?

Wir gehen zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass die Nation of Gondwana vom 24. – 26.07.2020 stattfinden wird. Der Zeitraum bis dahin ist verhältnismäßig lang, die staatlich ergriffenen Maßnahmen werden vermutlich greifen und wir hoffen, dass die zu erwartenden sommerlichen Temperaturen die fortschreitende COVID-19-Ausbreitung erschweren.

Dennoch überschlagen sich die Entwicklungen von Tag zu Tag. Was heute noch gilt, ist morgen kein Thema mehr. Wie es im Juli aussieht, kann heute wohl niemand zu 100% sicher abschätzen.

Das bedeutet, es könnte zu einer behördlichen Absage der Nation of Gondwana kommen, die im Sinne der öffentlichen Gesundheit unausweichlich wäre.

Was das für Euch bedeutet:
Sollte es zu einer behördlichen Absage der Veranstaltung kommen, werden wir den Ticketpreis an Euch zurückerstatten. Dies ist gesetzlich nach BGB so geregelt und entspricht auch unserer Auffassung eines ehrbaren Geschäftsgebarens.

Was das für uns bedeutet:
Würde es zu einer behördlichen Absage der Nation of Gondwana 2020 kommen, wäre für unseren Betrieb der Gang in die Insolvenz unvermeidlich. Gleichzeit wäre damit vermutlich das Ende der Nation of Gondwana besiegelt.

Um die Nation of Gondwana zu planen, bedarf es einer intensiven Vorbereitungsphase von elf Monaten, sowie viel Energie und Herzblut. Es sind zahlreiche Menschen an der Organisation des Festivals beteiligt. Darunter sechs festangestellte Mitarbeiter*innen, die ihren Lebensunterhalt mit diesem Job bestreiten. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben wir schon unzählige Stunden damit verbracht, Euch eine berauschende Veranstaltung zu organisieren. Daran halten wir fest, Pause machen gilt nicht – nur so können wir die anstehenden Aufgaben bis zur Nation bewältigen.

Die Löhne der festangestellten Mitarbeiter*innen der Nation belaufen sich auf rund 112.000 € brutto. Hinzu kommen unzählige Kosten, die im Vorfeld gezahlt werden müssen. Dazu gehören unter anderem Vorauszahlungen für gebuchte Acts, Booking Fees, Reisekosten, Vorkassen für Subunternehmen und Catering sowie für Gebühren und Genehmigungen.

Bevor die ersten von Euch auf den Acker kommen, haben wir bereits knapp 300.000 € an Kosten getragen und ausgegeben. Sollte die Nation of Gondwana dieses Jahr behördlich abgesagt werden, so würden wir auf diesen Kosten sitzen bleiben.

Das können wir als kleiner Betrieb nicht stemmen. Das würde unser Ende bedeuten und wir appellieren an Eure Solidarität.

Dieses Jahr werden wir daher zwei verschiedene Ticketphasen einläuten. Den Preis der ersten Phase – unser sogenanntes Soliticket – setzt sich wie folgt zusammen:

Festivalticket
(inkl. Solidaritätszuschlag)
119,50
VVK Gebühr10,00
Müllpfand5,00
Gesamt134,50 €

20€ des Ticketpreises wird von uns als Solidaritätszuschlag ausgewiesen.

Sollte es zu einer Absage kommen, würdet ihr diesen Solidaritätszuschlag nicht zurückerstattet bekommen. Ebenso wie die 10 € Vorverkaufsgebühr, welche komplett an unseren Ticketdienstleister TixforGigs gehen und nur annähernd die Kosten der Rückabwicklung abdecken.

Ihr würdet insgesamt 30 € verlieren.

Genau diese Summe würde es uns allerdings erlauben, zu überleben. Allerdings nur gemäß dem Fall, dass ihr uns vielzählig unterstützt. Mit dem Solidaritätszuschlag könnten wir den Mitarbeiter*innen ihren Lohn zahlen und die Arbeitsplätze erhalten. Wir könnten den Künstler*innen und allen veranstaltungsrelevanten Subunternehmen einen Teil ihrer Gage zu zahlen und unser aller Existenzen retten. Auch im Falle einer behördlichen Absage der Nation.

Und: Der Solidaritätszuschlag würde es uns möglich machen, auch in 2021 eine Nation of Gondwana mit Euch zu feiern.

Im Juni können wir mit hoher Wahrscheinlichkeit abschätzen, ob die Nation of Gondwana 2020 stattfinden kann. Die zweite Ticketphase werden wir also dann erst beginnen. Der Preis dieser Tickets wird über denen der Solidaritätstickets liegen.

Zur ersten Ticketphase gibt es auch das erste Line Up. Weitere Acts werden wir veröffentlichen, sobald mehr Klarheit herrscht.

Wir bitten euch trotzdem, von weiteren DJ Bewerbungen abzusehen.

Wir hoffen auf eurer Verständnis und eure Solidarität.

Wir hoffen, dass ihr uns mit dem Kauf eines Solidaritätstickets unterstützt.

Ungeachtet dessen wie sich der Himmel gerade dunkel zusammenbraut, sehen wir trotzdem mit Zuversicht auf den Sommer. Und so arbeiten wir voller Vorfreude, mit all unseren Kräften und mit all unserer Liebe auf Hochtouren an unser aller Nation und hoffen darauf, dass wir uns Ende Juli auf dem Dancefloor sehen und erneut die beste Nation of Gondwana aller Zeiten feiern.

Passt aufeinander auf und DANKE.

Eure Pyonen.

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